Urban Design
Vogelperspektive Hebertshausen - München

In der Erweiterung von Hebertshausen (einem Dorf in der nördlichen Metropolregion Münchens) wird die historisch gewachsene Dorfstruktur mit ihrer Kulturlandschaft im Übergang von Moorlandschaft (südlich des Flusses Amper) zu Dachauer Hügelland in Beziehung gesetzt:

  • FLURSTÜCKE

Die Bebauung folgt der Idee von Flurstücken als Teil der Kulturlandschaft. Die Flurstücke sind so konzipiert, dass sie jeweils für sich realisiert werden können und eine Variation unterschiedlicher Typologien erlauben. In ihrer Wiederholung, der unterschiedlichen Anordnung und Programmatik eröffnen sie eine differenzierte Entwicklung und jeweils spezifische Identität der fünf unterschiedlichen Quartiere, sind jedoch konzeptionell aus einem Guss.

  • NATURRAUM MÜHLBACH UND AUFSCHLIESSUNG DER QUARTIERE

Die Endpunkte der Quartiersdurchwegungen öffnen sich jeweils dem Naturraum Mühlbach. So wird die Hebertshausner Kulturlandschaft integraler Teil und Identifikationselement der zukünftigen Dorferweiterung. Dabei wird die Erschließung hierarchisch konzipiert: Der motorisierte Individualverkehr wird nur entlang der Haupterschließungswege (Stichstraßen) ermöglicht. Die restliche Durchwegung der Quartiere, sowie die Vernetzung der neuen Quartiere untereinander werden durch feinmaschige Wegführungen (Fußgänger, Radfahrer, Freiflächen) garantiert.

Lageplan
  • ABRÜCKEN DER BEBAUUNG VOM STRASSENRAUM

Die Bebauung rückt generell von der Freisingerstraße im Norden ab. Der straßenbegleitende Grünzug dient als Emissionspuffer für die angelagerten bestehenden und neuen Nutzungen und vernetzt den nördlichen Naturraum mit dem Wettbewerbsgebiet, dem Mühlbach und der Amper. Im Realisierungsteil ermöglicht das Abrücken der Bebauung und die vorgelagerte begrünte Platzsituation eine zweiseitige Programmierung der Flächen.

Strukturplan
  • MORPHOLOGISCHE UND PROGRAMMATISCHE SCHWERPUNKTE

Die Franz-Scheller-Straße wird über die Freisinger Strasse fortgesetzt, ideell gespiegelt und als autofreie Verbindung zu Mühlbach, Anger und Realisierungsteil etabliert. Das Zentrum mit Kirche, Schule, Gemeindeamt und Gasthaus wird durch diesen neuen fußgängerfreundlichen Verbindungsweg Richtung Realisierungsteil morphologisch und programmatisch aufgewertet: Dorfgarage am Anger mit Mobilitätshub, Büros & Ateliers sowie am Endpunkt ein Pavillon mit Ausflugscafé am Mühlbach. Im Übergang zum Realisierungsteil schließen daran Stadtsaal, Wochenmarkt und Mühlbach-Platz an.

Modell